„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade“ (Lk 2,14). So ist uns die Botschaft der Engel an die Hirten in Bethlehem übermittelt worden. So singen wir gerne an Weihnachten und an vielen Sonntagen.
Welch eine Botschaft – so anders als die neuen alten Worte von Hass, Gefahr und Aufrüstung, die wir durch die Medien täglich hören, die in die Ohren sickern, Gedanken und Gefühle besetzen.
„Ehre sei Gott!“, rufen wir, singen wir und stimmen ein in den Lobgesang, der sich seit mehr als 2000 Jahren rund um die Erde ausbreitet.
„Und Frieden…“, Frieden, den Gott gibt, Frieden, den Er uns durch Jesus Christus schenkt, Frieden, den so viele ersehnen: im Herzen, in den Beziehungen, in der Welt.
Viele haben im vergangenen Heiligen Jahr die Erfahrung eines neuen Anfangs im Glauben an Jesus Christus, ihren Erlöser, erlebt. Sie haben Versöhnung, Befreiung und Frieden erfahren, auch wenn sie nicht an Pilgertouren beteiligt waren. Der Weg geht weiter. Auch im neuen Jahr bleiben wir „Pilger der Hoffnung“, in menschlicher Schwachheit, aber im immer erneuerten Vertrauen auf Gott, der Liebe ist, der Versöhnung in uns und unter uns ermöglicht und schenkt. Ihn zu ehren und Frieden zu erfahren, gehört eng zusammen.
„Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht, Christus, meine Zuversicht, auf dich vertrau´ ich und fürcht` mich nicht.“
Dieses Lied aus der Brüdergemeinschaft von Taizé, aufgenommen ins GOTTESLOB, könnte durchs neue Jahr begleiten. Dann klingen Worte im Ohr, die aufrichten und in Bewegung bringen, die das Leben fördern.
Gehen wir weiter als Pilger und Pilgerinnen der Hoffnung, setzen wir Schritte des Friedens in diesem neuen Jahr, zur Ehre Gottes und zum Wohl unser aller! Es werde ein gutes neues Jahr, ein Jahr des Herrn!
Sr. Renate

